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Auf den Spuren der Natur und Geschichte den Fluss entlang

Bereits heute können Sie sich in der Nähe von Jizera, durchs Isergebirge, den westlichen Teil von Riesengebirge, Český ráj (deutsch Böhmisches Paradies) und Polabí bis nach Prag auf markierten Radtouren begeben. Die bestehenden Radtouren führen Sie teils auf den Strassen oder auf unbefestigten Wegen, teils außerhalb des Naturkorridors von Jizera, wo sie sogar größere Überhöhung haben können. Lassen Sie sich von den anspruchsvolleren Abschnitten nicht abhalten und machen Sie sich auf den Weg. Sie werden den Zauber der Iserlandschaft, ihre Naturdenkmäle, Burgen und Schlösser, technische Sehenswürdigkeiten, ihre Volksarchitektur wie auch die Sakralarchitektur enthüllen.

Isergebirge

Unser nördlichstes Gebirge gilt als Paradies der Naturliebhaber und der Gönner von technischen - und  Kulturdenkmäler. Aber auch Sportler werden zweifellos begeistert sein. Im Winter finden Sie hier ein umfangreiches Netz von gepflegten Langlaufloipen, im Sommer ist Isergebirge ein beliebtes Gelände für Touristen und Radfahrer.

Eine der Perle des Landschaftsschutzgebiets Isergebirge  (CHKO Jizerské hory) ist  der Ort Klein Iser (Jizerka).  Die Siedlung ist ein Dorfdenkmalschutzgebiet, in deren Zentrum steht z.B. das rekonstruierte Gebäude der Glashütte oder des Herrenhauses. Im hiesigen Heimatkundemuseum, in der ehemaligen Schule befindet sich eine Exposition über die Vergangenheit und die Gegenwart von Isergebirge.

Hinten dem Mittelkamm vom Isergebirge, auf dem linken Ufer vom Iser stand noch eine Siedlung – Groß Iser (Velká Jizera). Diese ist erst nach dem 2.Weltkrieg, als deutscher Raum zu Polen verfallen ist, untergegangen. Bis heute ist hier ein Bau – die Hütte Górzystów übrig geblieben.

Am Anfang des Radausflugs entlang des Flusses Jizera haben sie die Auswahlmöglichkeit – die erste Variante  ist die Fahrt auf der Strasse über Horní Polubný  und weiter am Bahnhof ČD Kořenov vorbei. Die zweite Strecke führt am Berg Bukovec vorbei, dann fällt sie rasen zurück zum Jizera ab, wo sie unter der Eisenbahnstrecke Tanvald–Harrachov führt (technisches Denkmal – im Abschnitt nach Kořenov  die steilste Eisenbahnstrecke in der Tschechischen Republik).  In Martinské údolí kann man das Isergebirge verlasen und nach Harrachov, in den westlichen Teil des Nationalparks Riesengebirge (Krkonošský národní park) abbiegen.


West Riesengebirge

Als Herz des westlichen Teils von Riesengebirge gilt  Harrachov und Rokytnice n. Jiz., die weltbekannten Ski-, Wandern – und Sportzentren, aber auch Zentren der Sommer- und Winterfamilienerholung.  Sie können das breite Angebot an Merkwürdigkeiten in Harrachov nutzen (Glashütte Harrachov – zweitälteste in Tschechien, Bergmuseum, Rollbobbahn, Mumlava-Fall, u.s.w.). Man kann sich von hier aus mit dem Mountainbike per Seilbahn  auf Čertova hora hinausfahren lassen um von dort aus lange Abfahrten mit mehreren Retourmöglichkeiten zum Fluss Jizera genießen.

Vom Zusammenfluss mit Mumlava auf  dem Mýto ist der Fluss in den Frühjahrsmonaten ein Paradies für Liebhaber des Wildwassers und Rafting.  Die gegenwärtige Radstrecke führt von hier aus auf dem Weg, welcher Planýrka genannt wird nach Paseky nad Jizerou. Dort lohnt es sich das Denkmal der verschollenen Patrioten zu besuchen. Die Exposition wurde um die Ausstellung der Riesengebirgegeigenschule  erweitet.  Ein schönes Andenken an die Volksarchitektur ist auch die hiesige Alte Schule.  Die heutige Radstrecke führt noch ein Stück bergauf – über Sklenařice, an der Gasstätte  Mexiko (manche hiesigen Nahmen erinnern stellenweise an damaligen Ziellände des Perlenexports )vorbei, am Skiareal Šachty vorbei nach Vysoké nad Jizerou (Heimatkundemuseum, Theater – Theaterverein  Krakonoš mit einer, mehr als zweihundert Jahre alten Tradition, Aussichten). Von hier aus bietet sich wiederum eine Reihe von Rückehrmögöligkeiten zum Fluss Jizera (Routen Nr. 4295, 4170, 4173 či 4174). Sie sollten auch die Stadt Jilemnice, die zum Besuch die städtische Denkmalpflegezone mit der Neugierigen Strasse einlädt, oder aber das Riesengebirgemuseum im Schloss, nicht vergessen.


Český ráj (Böhmisches Paradies)

Horní Pojizeří

Bei Horní Sytová dreht sich Jizera Richtung west in die Gegend der weiten Aussichten und tiefer Täler, die  Horní Pojizeří (Semilsko, Železnobrodsko) genannt wird.

Ihre Beachtung verdient das Trio der interessanten Brücken – in Dolní Sytová, in Bystrá und in Benešov bei Semily. In  Loukov befindet sich das technische Museum mit einer Sammlung von historischen Fahrzeugen und weiteren technischen Merkwürdigkeiten.  In Semily kann man außer des Museums und der Isergalerie in der Saison  den Kirchumgang besuchen, in der Stadtumgebung dann die Masaryk - Aussicht oder die berühmten Dolomithöhlen von Bozkov.  Es bietet sich der Ausstieg auf den, 744 m hohen Berg Kozákov, den Wachberg des Böhmischen Paradieses und Pojizeří an. Die schmale Felsschlucht des Flusses Jizera aus Semily nach  Podspálov ist für Radfahrer abgesperrt (Naturschutzgebiet  –  Radfahrer  überwältigen ihn über Podbozkov), hierdurch führt nur die Eisenbahn und seit hundert Jahren auch der touristische Rieger-Weg, an dessen unterem Ende sich ein  feinsinnig rekonstruiertes Wasserwerk befindet. Hier nimmt Jizera den Fluss Kamenice zu und bei gutem Wasserstand wird er für touristische Schiffe bis zum Fluss Labe schiffbar.

Es folgt Železný Brod – eine Glas– und Folksdenkmählerstadt (Stadtmuseum mit der Glas- und ethnografischen Exposition, Denkmalschutzgebiet Trávníky, der reparierte Glockenturm, die Möglichkeit einen der Glaswerke zu besichtigen, Freibad mit einer Wendelrutsche).

Zentralgebiet

Im Nordteil des Zentralgebiets vom Böhmischen Paradies liegt Maloskalsko mit seinem Felskamm Vranov, Pantheon, Burgruine Frýdštejn und der Felsenstadt Maloskalská Drábovna. Am linken Ufer lassen sich hoch über den Fluss scharfe Konturen der Felsen Suché skály zu erblicken. Hinter ihnen folgen die Felsen Besedické skály (Sokol und Kalich) mit der Burgruine Zbirohy und die Felsenstädte Klokočské skály und  Betlémské skály. Ab Malá Skála bis  Dolánky ist Jizera am häufigsten mit Schiffen befahren. In Dolánky lohnt es sich die Exposition auf dem  Dlask- Gut zu besuchen. Von hier aus führt der Radweg nach Turnov – in die Stadt mit der Steinschleifereitradition. Auf dem rechten Ufer des Flusses steht das Schloss  Hrubý Rohozec. In Turnov ist das Museum vom Böhmischen Paradies und  das Besucherzentrum Granát  mit Herstellungsmustern des Traditionsschmucks aus Granat zu beachten.

Turnov gilt als Ausgangspunkt in die Felsenstadt Hruboskalsko, wo ganz vorne die Burg Valdštejn steht. Am südlichen Rand der sandhaltigen „Erdscholle“ scheint die erneute Kirche in  Všeň in die Weite, auf dem rechten Ufer  des Flusses Jizera befinden sich die Gemeinden Přepeře (auch mit erneuten Kirche) und Příšovice mit Wertbeispielen der Volksarchitektur (Bičík - und Holan - Gut). Bei  Svijany (eine bekannte Brauerei mir dem  regional zertifizierten Bier) sind bereits links Kanten  der Felsenstadt Příhrazské skály zu sehen, unterhalb des Gipfels von Berg Mužský (erstklassische Rundaussicht) breiten sich die Felsburgen Drábské světničky und Valečov aus. Von hier aus kann man am Berg Káčov und der Ruine Zásadka vorbei zu Jizera  zurückkehren, und in  Mohelnice nad Jizerou  die im Böhmischen Paradies älteste, kleine romanische Kirche zu besichtigen.  Da nähern Sie sich bereits zum Schloss Mnichovo Hradiště, welches man nicht auslassen soll.

Mladoboleslavsko

Dort, wo der Iserstrom bei Mnichovo Hradiště das Gebiet der sandhaltigen Erdschollen vom Böhmischen Paradies verlässt und durch Mladoboleslavsko  zu mäandrieren anfängt, verwandelt sich die Landschaft in eine sanft wellige, noch südlicher in eine plateauförmige. In Westen grenzt sie mit attraktiven Gebieten der Mácha Region(Ralsko, Kokořínsko).

In südöstlichem Gebietsteil breiten sich Wälder Jabkenice mit etlichen Bächen. Direkt unterhalb von Mnichovo Hradiště befindet sich eine sehenswerte Erscheinung - die Iser –Felsenblockhäuser, danach berühret die  Radstrecke beim Wildgehege Klokočka den ausgedehnten Waldkomplex, aus welchem sie beim Nationalnaturdenkmal Rečkov ausgeht.

Mladoboleslavsko  verfügt über  eine  Reihe von Touristischen Zielen, die man nicht außeracht lassen kann.  In einer Stadt, die mehr als tausend Jahre alt ist und die letzten hundert Jahre mit Automobilindustrie eng verbunden ist, befindet sich eine Reihe von Sehenswürdigkeiten (Škoda Auto Museum, die Burg mit dem Museum Mladoboleslavsko, der Aussichtsturm des Alten Radhaus, Templ - Palast, Konvent der tschechischen Brüder, eine Reihe der kostbaren Bauten von Jiří Kroha, Jüdischer Friedhof). Entlang des Flusses, meist auf der Radstrecke befindet sich auch eine Reihe von weiteren Burgen, Schlossen, Ruinen und Sakralbauten  (Ruinen Zvířetice und Michalovická Putna, Loreley  in Kosmonosy, romanische Kirche in Vinec, Schloss Stránov in Jizerní Vtělno, Ruine in Dražice). Mladoboleslavsko ist mit einem Netz von keinen anstrengenden Radstrecken, auf denen sich zu weiteren Merkwürdigkeiten kommen,  durchwebt  (Eisenbahnmuseum Sudoměř, Museum der historischen Motorrädern Rabakov, Bedřich Smetana - Denkmal in Jabkenice). Im Süden schließt dann allmählich das Polabí an.


Polabí (Elbeland)

Wie sich der Strom des Flusses von Mladá Boleslav entfernt, so öffnet sich die Landschaft ins Elbeland, welches als Radfahrerdomäne gilt. Die flache, gegebenenfalls sanft gewellte Landschaft ist die geignette Umgebung für Familienausflüge. Entlang des Iserstrom gibt es die erste Merkwürdigkeit, das Schloss in  Benátky nad Jizerou (Komplex von Renaissance- und Barockbauten mit dem Skulpturenschmuck von Braun, Museenexposition mit interaktiven Programmen, Spielzeugsmuseum). Am linken Iserufer breitet sich das Wildgehege  Jabkenice, Loučeň (Schloss mit Expositionen, Labyrintharium und einer Reihe von Ergänzungsaktivitäten). Durch den Wald im Gebiet des ehemaligen Militärraums kann man ins Museum Milovicka in Milovice, ins Polabí Museum in Přerov nad Labem, oder bis nach Lysá nad Labem (Schlosspark und Museum des Bedřich Hrozný) und ins historische Dorf des Handwerks und der Kunst und des Kräutergartens  Botanicus in Ostrá zusteuern.

Am rechten Ufer bei dem unterem Iserstrom führen Waldwege, die sich bis zu altertümlichen Zweistädten Brandýs nad Labem – Stará Boleslav (Schloss der „dreier Keiser“, die Kirche st.  Kosmas und Damián – des  im Jahr 929 st. Wenzel ermordeten) ziehen. Abbiegen kann man zum Beispiel auch zur Festung Čelákovice, oder zur Festung in Dřevčice. Andere Genüsse bieten die  Probošt- Landsees, fabelhafte Sangrube bei Lhota und Mlékojedy in der Richtung Neratovice. An der Mündung des Isers in die Elbe liegt der interessanter Kurort Toušeň mit eisenhaltigen Quellen und einer Kolonnade im Kubismusstiel.  Von hier aus existiert bereits heute eine markierte Radstrecke bis in die Hauptstadt.

20.10.2011 8:19:06 | gelesen 3120x | Ing. Jiří Lukeš
 
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